Veröffentlichungen und Presse

Konsultation zur neuen Ratingmethodik Emissionsrating von Hypothekenpfandbriefen, Version 2.0.00

Die GBB-Rating hat am 22.12.2020 ihre neue Ratingmethodik Emissionsrating von Hypothekenpfandbriefen in der Version 2.0.00, Stand Dezember 2020 veröffentlicht und stellt diese bis einschließlich 19.01.2021 gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1060/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 in Verbindung mit der Änderung durch Verordnung (EU) Nr. 462/2013 vom 21. Mai 2013 zur Konsultation.

VERORDNUNG (EU) Nr. 1060/2009 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
vom 16. September 2009 über Ratingagenturen
VERORDNUNG (EU) Nr. 462/2013 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
vom 21. Mai 2013 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1060/2009 über Ratingagenturen

Artikel 8: Methoden, Modelle und grundlegende Annahmen für Ratings
(5a) Eine Ratingagentur, die beabsichtigt, bestehende Ratingmethoden, Modelle oder grundlegende Annahmen wesentlich zu ändern oder neue Ratingmethoden, Modelle oder grundlegende Annahmen zu verwenden, die sich auf ein Rating auswirken könnten, veröffentlicht die geplanten wesentlichen Änderungen bzw. die vorgesehenen neuen Ratingmethoden zusammen mit einer ausführlichen Erläuterung der Gründe und der Auswirkungen der geplanten wesentlichen Änderungen bzw. der vorgesehenen neuen Ratingmethoden auf ihrer Website und fordert die Akteure auf, innerhalb einer Frist von einem Monat Stellung zu nehmen.
(6) Wenn eine Ratingagentur die Ratingmethoden, Modelle oder grundlegenden Annahmen, die sie bei ihren Ratingtätigkeiten verwendet, gemäß Artikel 14 Absatz 3 ändert, leitet sie die folgenden Schritte ein:
a) sie gibt unverzüglich bekannt, wie viele ihre Ratings voraussichtlich von diesen Änderungen betroffen sind und nutzt dazu die gleichen Kommunikationsmittel wie für die betroffenen Ratings selbst,
(aa) sie setzt unverzüglich die ESMA davon in Kenntnis und veröffentlicht die Ergebnisse der Konsultation und die neuen Ratingmethoden zusammen mit einer ausführlichen Erläuterung und dem Zeitpunkt ihrer Anwendung, auf ihrer Website;
(ab) sie veröffentlicht auf ihrer Website unverzüglich die Antworten auf die Konsultation nach Absatz 5a, es sei denn, der Konsultationsteilnehmer hat um vertrauliche Behandlung gebeten;
b) sie überprüft die betroffenen Ratings so schnell wie möglich, auf jeden Fall aber innerhalb von sechs Monaten nach dieser Änderung, und stellt sie in der Zwischenzeit unter Beobachtung und
c) sie führt für alle Ratings, die anhand dieser Methoden, Modelle oder grundlegenden Annahmen erstellt wurden, ein neues Rating durch, wenn die Überprüfung ergibt, dass das Zusammenwirken der Änderungen Auswirkungen auf diese Ratings hat.


Konsultation

Von der neuen Ratingmethodik sind alle von der GBB-Rating durchgeführten Ratings von Hypothekenpfandbriefen betroffen. Innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss der Konsultation werden alle betroffenen Ratings durch die GBB-Rating überprüft. Bis zu ihrer Überprüfung stehen alle betroffenen Ratings unter Beobachtung.

Ratingmethodik Emissionsrating - Hypothekenpfandbriefe, 2.0.00, Stand Dezember 2020
Bitte schicken Sie uns Ihre Kommentare mit dem Hinweis, ob sie vertraulich zu behandeln sind oder auf dieser Website veröffentlicht werden können, an folgende E-Mail Adresse: consultation@GBB-Rating.eu

Gemäß Artikel 8 der Verordnungen (EU) Nr. 1060/2009 in Verbindung mit Verordnung (EU) Nr. 462/2013 werden alle im Rahmen der Konsultation eingegangenen Kommentare unverzüglich auf dieser Website veröffentlicht, es sei denn es wurde um vertrauliche Behandlung gebeten.

Kommentierungen, die nach dem 19.01.2021 eingehen oder nicht an die oben angegebene E-Mail Adresse geschickt werden, können leider keine Berücksichtigung im Rahmen der Konsultation finden.

Die GBB-Rating wird nach der Konsultation bzw. voraussichtlich ab dem 29.01.2021 unter Würdigung der eingegangenen Kommentare alle Ratings von Emissionsratings ausschließlich nach der neuen Ratingmethodik Emissionsratings von Hypothekenpfandbriefen durchführen.

Erläuterung

Wesentliche erfolgten Änderungen und Anpassungen in der neuen Ratingmethodik: 

  • Addition der Überdeckungsanforderungen verschiedener Risikoarten

Die Ergebnisse der barwertigen Stresstestanalyse lassen unter Berücksichtigung des ursprünglichen Ankerratings Rückschlüsse auf die Höhe der benötigten Überdeckung, um den angestrebten Zuschlag bzw. das angestrebte Zielrating zu erreichen. Hierzu wird für jedes Stressszenario und pro Schweregrad ein Faktor bestimmt um den der Deckungsstock verändert werden muss, damit die entsprechenden Schweregrade als bestanden gewertet werden. Mit Hilfe dieses Faktors wird schließlich die benötigte Überdeckung berechnet.
Jedes Stressszenario kann entweder dem Kreditrisiko, dem Marktpreisrisiko oder dem operationellen Risiko zugeordnet werden. Unter Berücksichtigung eines Minimums von 2 %, determiniert die höchste Überdeckungsanforderung je Stressszenario und Schweregrad die benötigte Überdeckung für die jeweils übergeordnete Risikoart. Die Addition der sich nun drei einzeln ergebenen Überdeckungsanforderungen führt im Ergebnis zu der notwendigen Überdeckung, um den angestrebten Zuschlag bzw. das angestrebte Zielrating zu erreichen.

  • Risikoaverse Wahl des geringsten erreichten Zuschlagswertes in der quantitativen Analyse

Auf Basis der erzielten Ergebnisse der gestressten Cash-Flow-Analyse kann für jedes (Stress-)Szenario derjenige größte Schweregrad angegeben werden, bei dem das Szenario noch als bestanden gilt. Gelten beispielsweise für ein Szenario die Schweregrade S0 bis S5 als bestanden und die Schweregrade S6 bis S9 als nicht bestanden, so würde sich auf diese Weise der Schweregrad S5 ergeben. Um die Einzelergebnisse zusammenfassen zu können, werden die jeweils größten bestandenen Schweregrade in Zahlenwerte (Zuschlagswert) wie z. B. 0 bis 9 übersetzt. Die Einschätzung auf der gewählten Zahlenskala erfolgt schließlich durch die Wahl des geringsten erreichten Zuschlagswertes.

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